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Ein haariges Thema, die Shampoo- oder Haarseifen.
 
Da wird ja auch sehr vieles angeboten, manchmal aber viel zu wenig darüber gesagt.
 
Nachdem nun die Haare viele Jahre den industriellen Produkten "ausgesetzt" waren, brauchen sie halt auch etwas Zeit, ebenso die Kopfhaut!!!, bis sie sich sozusagen "entwöhnt" hat. Die "Problematik" liegt darin, das viele Zusatzinhalte, die keinesfalls
auf der Packungsbeschreibung deklariert sein müssen, weil sie unter das "Betriebs-
geheimnis" fallen (aus rechtlicher Sicht). WENN dann schon mal gute Wirkstoffe
enthalten sind, sind sie das zu so einem geringen prozentualen Anteil, das sie eigentlich
keine Wirkung zeigen. So ist die "Umstellung" auf etwas mehr natürliches auch (und
vor allem) für die Kopfhaut, eine Herausforderung. Letztendlich soll ja die ganze (von
der Haut über die Jahre) aufgenommene Chemie wieder in den "natürlichen Zustand"
gebracht werden. Also kein "Kampf" mit Chemie gegen Chemie, die wiederum nur dafür
sorgt, das alles "schlimmer" wird - ein Kreis-Lauf!
 
Bei der Zusammenstellung einer Rezeptur sind viele Aspekte zuberücksichtigen.
Neigt die Haut beispielsweise dazu leicht zu fetten, sollte bei der "Entwöhnungsphase" dringend auf eine hohe Überfettung verzichtet werden.
Mit einer sehr geringen Überfettung (1-2%) beginnen und diese dann langsam steigern.
Ausserdem sollte immer beachtet werden, dass sich, sobald sich die Kopfhaut entwöhnt hat, auch auf eine Haarseife übergegangen werden kann, die die Kopfhaut besser versorgt.
Nur weil eine Haarseife mal eine zeitlang sehr klasse war, heisst das keinesfalls, das sie IMMER die passende ist!
Alles ist im ständigen Wandel und der Körper und unsere Umwelt ebenso.
Das gleiche gilt natürlich auch bei trockener Haut usw.
Es kann sonst sehr schnell passieren, das sich Haarschuppen bilden usw., wenn das sensibelchen Haut zu stark gefordert wird.
Oft hilft eine sehr abgeschwächte Form der sauren Nachspülung mit 1 Essl. Apfelessig auf ca. 800ml lauwarmes Wasser.
 
Weiterhin sollte das "Trinkwasser" berücksichtigt werden.
Ist es sehr kalthaltig, kann es schnell passieren,  das die Seife das nicht so lange durchhält.
Je nach "Härtegrad" kann dem etwas zu Zusatz von Zitronensäure entgegengewirkt werden.
Vorteilhaft ist, die Haarseife in den Händen zu "Shampoonieren" und dann erst sie Haare damit einzuseifen.
 
Gerade habe ich meine erste Haarseife gefertigt und sie in einer schönen Ornamentform zum gelen schlafen gelegt. Wenn sie schnittfest ist, gibt es hier ein Foto. Sie ist kreiert für ein Familienmitglied.
 
 
                                                       
 
 
         
 
Da ist das gute über 2kg schwere Teil. Naa, wie gefällt? Keine künstl. Befärbung. Das leichte grün rührt vom grünen Avocadoöl her und beduftet ist sie mit eth. Wacholderöl.
 
Weil das Wasser hier sehr kalkhaltig ist werden kleine Seifenportionen geschnitten, damit die Seife net verkalkt.
 
Hier das Innenleben der Seife:   
 
Die Seife ist natürlich seit einigen Wochen im "Einsatz" und kommt "trotz" des harten Wassers hier problemlos an und verkalkt auch nicht. Das sind doch tööööööne Nachrichten, gell?
 
Auch habe ich zwischenzeitlich viel Resonanz (Menschenkinder - Forum.... dann haben alle was von :)) von den anderen Seifen erhalten. Auch die Ziegenmilchseife wird problemlos für die Haarwäsche genommen. Bitte beachten, das es auch "passen" muss. Die Haare sind durch die ganzen chem. Haarwäschen mit den Jahren sehr in Mitleidenschaft gezogen worden und eine Umstellung "kann" etwas dauern (bis dato jedoch keine Anzeichen bei den Seifen und Haaren). Bei längerem Haar empfielt sich natürliche Spülungen. Diese sind wiederum "abhängig" davon, wie sie von Natur aus sind. Wenn sie gefärbt sind, sollte das bei der Spülung berücksichtigt werden.
 
Also Achtung. Bei natürlichen blondem Haar empfiehlt sich eine Kamillen-Spülung.  Dazu frische Kamille nehmen oder getrocknete Kamille oder aus Teebeuteln nehmen (Qualitativ aber schlechter, die im Teebeutel!) und mit Holunderblüten (auch nach Möglichkeit frisch oder getrocknet) mit heißem Wasser aufgießen, ziehen lassen und abseihen. In der "Umgewöhnungsphase" sollte der Sud mit einem guten "Schuss" frischer Milch und einem EL Obstessig vermischt werden. Die Blüten sorgen für Pflege der Haare und beruhigen die Kopfhaut. Milch ist wegen der "Irritation", die durch jahrelanges chem. Berieseln der Kopfhaut erfolgte hilfreich und das Essig sänftigt die Kopfhaut.

Bei natürlichem dunklem Haar kommt eine Spülung z.B. mit Salbei und schwarzem Tee gut. Schwarzer Tee ist weiterverarbeiteter "Grüner Tee" und hat deshalb eine andere Wirkung (auch beim trinken). Salbei und schwarzen Tee möglichst getrennt mit frischen Salbei und getrockneten schwarzen Teeblättern aufkochen (bei schwarzem Tee bitte diesen 3 min. in heissem Wasser ziehen lassen, abseihen und dann erneut mit heissem Wasser für die Spülung zubereiten) und die Mischung 1:1 dann für die Haarspülung verwenden. Gerade schwarzer Tee sollte unbedingt zuvor so behandelt werden (auch, wenn er getrunken wird), weil so diverse Rückstände in den Teeblättern weitgehenst entfernt werden.

Bei schuppigem oder fettendem (!dunklem!) Haar eignet sich sowohl eine Brennnessel-Spülung, als auch eine Milch-Aprikosen-Mischung (und einiges mehr). Hierzu frische Brennnesselblätter sammeln und mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen. Die Blätter abseihen und den Sud dann mit 2 EL Buttermilch mischen.  

Für Glanz sorgt immer ein Schuss frischer Zitrone. (NIEMALS bei blondiertem Haar!)

Der Tee sollte auch niemals "kochend" heiss sein beim aufbrühen, sondern nur so um max. 80 Grad Celsius haben. Jede Teesorte hat da so ihre "eigene Wohlfühltemperatur". Alles andere zerstört die Aromen und andere Stoffe, die sich ja in der Spülung "entfalten" sollen :)

....es gibt ja noch viieeel mehr solcher simplen Möglichkeiten.

Übrigens: die Kopfhaut nie zu warm waschen. Das "fördert" die Haarschuppenbildung.

Die Teeaufgüsse können auch in grösseren Mengen zubereitet, in einer braunen Flasche aufbewahrt und so immer zur Verfügung stehend kühl, trocken und dunkel lagernd (Kühlschrank - NEIN, danke), auch sofort bentutz werden. Die Haarwäsche mit lauwarmen Wasser beginnen und möglichst fast kalt (nich eisich - davon war keine Rede :)) beenden.

Na geht doch...............

 

 

 

                                      

 

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